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Samstag, 20. August 2016

Farben im Entstehungsprozess






Farben im Entstehungsprozess
 
Ich bin ein bisschen spät dran, denn in diesen Tagen sind wir damit beschäftigt, die Kirchenfenster für unsere Kirche herzustellen.
Vor einigen Monaten hatte ich einen Mitbruder aus Arenzano, Pater Marco Cabula, darum gebeten, sie für mich zu entwerfen. Dann hat die Göttliche Vorsehung dafür gesorgt, dass wir das Glas kaufen konnten, und nach einigen Missgeschicken sind sie dank unserer in Arenzano ansässigen Missionsprokura hier eingetroffen.
Am Ende der vergangenen Woche haben wir mit der Vorbereitung der Arbeiten begonnen, und am Dienstag haben wir uns alle ans Werk gemacht, um die 24 Fenster von jeweils 2x1,4 Metern, die im neuen Teil unserer Kirche angebracht werden, herzustellen.
Auch die Gruppe aus Cassina Amata (Pina, Lorena, Cinzia und Silvio, Mary und Eugenio) hat mir zusammen mit einigen jugendlichen Freiwilligen aus der Pfarrei geholfen. Während ich die 2 cm dicken Glasscheibchen ausschnitt, haben die anderen die Stücke an die richtige Stelle gelegt und haben begonnen, sie mit Klebestreifen zu bedecken, um zu vermeiden, dass sie schmutzig werden, während wir den Zement gießen.
Wir sind fast fertig, und ich hoffe, dass wir am Montag alles zu Ende bringen werden.
In dieser Woche, die mit dem Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel begann, wurde zudem das Waisenzentrum für ein paar Tage, an denen es Spiele und verschiedene Aktivitäten gab, wiedereröffnet.
Trotz des Regens gehen wir alle voran.
Und auch die Kirchenfenster werden die Herrlichkeit und Schönheit Gottes besingen!










Samstag, 13. August 2016

Kommen und Gehen…


 
dal parrucchiere
chez le coiffeur


Kommen und Gehen…
 
In Bozoum gibt es immer ein bisschen Bewegung. Im Monat August sind immer auch einige Freunde hier, die ihren Urlaub opfern, um etwas Zeit in der Mission zu verbringen. Am vergangenen Samstag ist Pater Norberto nach einem mehrmonatigen Aufenthalt in Italien zurückgekehrt, und mit ihm sind Pina und Lorena eingetroffen. Am Montag war ich wieder unterwegs, um nach Bangui zu fahren und zwei Ehepaare zu empfangen (Silvio und Cinzia und Eugenio und Mary), die am Dienstagabend angekommen sind. Am Mittwoch sind wir nach Bozoum zurückgefahren und haben uns sofort an die Arbeit gemacht.
Alle sechs Personen sind sich vor einigen Jahren im Umfeld des Projektes des Waisenzentrums „Arc en Ciel“ begegnet, das sie weiterhin gemeinsam mit anderen Freunden unterstützen, insbesondere mit der Pfarrgemeinde von Cassina Amata.
Eugenio ist der Architekt, der die Entwürfe für die Erweiterung der Kirche gemacht hat. Seine Aufgabe ist es, Maß zu nehmen und die Lösungen zu prüfen, damit wir das Dach fertigmachen und die Arbeiten abschließen können.
Silvio hilft mir bisher dabei, die Kirchenfenster vorzubereiten: mehr als 70 Quadratmeter Fenster sind zu zeichnen, vorzubereiten und anzubringen.
Schließlich fehlt es auch nicht an den verschiedenen Organisations- und Aufräumarbeiten, und vor allem muss die Arbeit für die nächste Woche vorbereitet werden, in der das Zentrum „Arc en Ciel“ wiedereröffnet wird.  In der kommenden Woche versammeln sich die Kinder und die Gruppenleiter zu einigen Aktivitäten, Spiel und Spaß…




 




architetto al lavoro

Le suore in festa
nos soeurs en fete

foto di famiglia
photo de famille

Freitag, 5. August 2016

Jugendliche…







Jugendliche…
 
Die Zentralafrikanische Republik ist ein junges Land, das voll von jungen Leuten ist. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 18 Jahre!
Daher haben wir in diesen Tagen mit großer Aufmerksamkeit den Weltjugendtag in Krakau verfolgt.  Wir haben die Jugendlichen, Jungen und Mädchen, eingeladen, und wir haben mit ihnen über die Barmherzigkeit nachgedacht: die Liebe, mit der Gott Vater uns in Seinem Sohn liebt, die Liebe, die uns dazu drängt, zu lieben und anderen Barmherzigkeit zu erweisen.
Es ist uns auch gelungen, dank des französischen Fernsehsenders KTO  einige Momente des Weltjugendtages in Krakau direkt zu sehen. So konnten wir die Ankunft des Papstes, seine Treffen mit den Jugendlichen, die Gebetswache von Samstagabend und die große Messe am Sonntagmorgen schauen.
Die Jugendlichen verfolgten es mit großer Aufmerksamkeit, auch weil eine kleine Delegation aus der Zentralafrikanischen Republik  (ca. 20 Personen) dort war, aber vor allem, weil auch ein Jugendlicher aus Bozoum dabei war: Luther Yapelendji, der auch die Ministranten leitet (die Fotos sind von Gosia Kiedrowska).
Die Bauarbeiten an der Kirche gehen weiter, und wir sind dabei, das Dach der Sakristei und einen Teil der neuen Dachkonstruktion zu decken.
Mittwochnachmittag habe ich mich auf den Weg nach Bouar gemacht. Wir befinden uns mitten in der Regenzeit, und ich musste das Programm ändern: Statt die direkte Straße zu nehmen (100 Km), bin ich über Bossemptele und Baoro gefahren (250 Km).
Am Donnerstag hatten wir ein Treffen mit Mitbrüdern, die in Kamerun arbeiten, und mit anderen Karmeliten, die in der Zentralafrikanischen Republik in der Ausbildung des  jungen Ordensnachwuchses tätig sind. Die Ausbildungsarbeit wird im Seminar von Yolé (Jungen vom Ende der Grundschule bis zum Abschluss des Gymnasiums) sowie in dem von Bangui (Philosophische Fakultät) und in Youndé in Kamerun (Theologische Fakultät) gewährleistet.
Es ist eine langwierige und schwierige Arbeit, die der Herr segnet: Es gibt bereits einige zentralafrikanische Mitbrüder, die als Priester daran arbeiten, die Kirche und den Karmel in der Zentralafrikanischen Republik wachsen zu lassen. Am Freitagmorgen bin ich zurückgekehrt und habe die direkte Straße genommen, die an einigen Stellen zu einem Fluss geworden ist!
Diese Jugend!













il tetto della nuova sacrestia
la toiture de la sacristie nouvelle



Freitag, 29. Juli 2016

Die Reichtümer Zentralafrikas


Die Reichtümer Zentralafrikas
 
Es ist wahr, dass es in der Zentralafrikanischen Republik nicht viel Geld gibt, aber es gibt welches. Das Gehalt, insbesondere das der Beamten und Lehrer, einige Geschäfte, viele Aktivitäten auf dem informellen Sektor und die Frucht der landwirtschaftlichen Arbeit lassen die Bevölkerung etwas haben, wovon sie leben kann. Eine der Schwierigkeiten der Leute besteht darin, einen sicheren Ort zu finden, wo sie ihre Ersparnisse deponieren können. Oft besteht auch der Bedarf, einen kleinen Kredit aufzunehmen, um die Schule bezahlen zu können oder ein kleines Gewerbe zu beginnen. Aus genau diesem Grunde haben wir 2007 die Spar- und Darlehenskasse von Bozoum gegründet. Sie ist jetzt sowohl von der Regierung als auch von der COBAC, der zentralafrikanischen Behörde, die die Mikrofinanzinstitute überwacht, anerkannt.
Die Sparkasse hat fünf Schalter: in Bozoum, Bocaranga, Koui, Ndim und Ngaundaye.
Außer dem Sparservice erteilt sie auch Kredite und gewährt die Möglichkeit, Geld zwischen den Schaltern sowie zwischen Bozoum und der Hauptstadt zu überweisen. 
Am vergangenen Samstag hat der Sitz in Bozoum die Generalversammlung abgehalten. Und die Ergebnisse, die vorgestellt wurden, sind beeindruckend: Allein hier in Bozoum sind es 2.253 Mitglieder mit einem aktiven Konto. Wenn jedes Konto einer Familie entspricht, sind es zwischen 11.000 und 13.000 Einwohner, die bei unserer Sparkasse ein Konto haben. Das heißt, dass mehr als die Hälfte der Einwohner von diesem Service profitiert!
Der Gesamtwert des eingezahlten Geldes übersteigt 186.000 Euro!
Es ist ein großartiger Dienst an den Leuten, der die Möglichkeiten steigert, Ersparnisse anzulegen und Entwicklung hervorzubringen.
In der Woche sind wir trotz des Regens mit unseren Erweiterungsarbeiten an der Kirche vorangekommen.
Am Mittwoch bin ich zusammen mit Pater Jean Baptiste, einem französischen Karmeliten, nach Bangui aufgebrochen. Er ist für einen Kurs im Rahmen der Ausbildung unserer jungen Ordensleute hierhergekommen. Am Donnerstagmorgen haben wir uns zum Gebet und zur Messe versammelt, und es war wunderschön, diese Gruppe junger Männer zu sehen: die Studenten der Philosophie und der Theologie, die Novizen, die Postulanten und die Jugendlichen unseres Seminars aus Yolé. Es sind auch junge Studenten aus Kamerun dabei.
Um 8:30 hat Pater Jean mit der Lehrveranstaltung über den heiligen Johannes vom Kreuz, unseren Gründer, begonnen, von dem ein Satz in dem Saal aufgehängt ist: „Am Abend unseres Lebens werden wir nach der Liebe gerichtet.“

















Freitag, 22. Juli 2016

Kamerun



Kamerun
 
Am Freitag bin ich gegen Ende des Vormittags in Yaoundé, der Hauptstadt Kameruns, angekommen und bin dort einige Tage geblieben.
Am Samstag, d. 16 Juli, haben wir mit den Karmeliten das große Fest „Unserer Lieben Frau auf dem Berge Karmel“ gefeiert. Die Feier fand in unserer Pfarrei in Nkoabang statt, die den 60. Jahrestag ihrer Gründung begangen hat. Zusammen mit einigen italienischen Patres, dem Provinzial der Provinz von Mailand, zu der die Mission in Kamerun gehört, und den kamerunischen Mitbrüdern beteten wir zu Maria, die wir als Mutter und Zierde des Karmel und als Beispiel und Führerin eines Lebens der Hingabe und des Gebetes verehren, sie, die „alles das in ihrem Herzen bewahrte und darüber nachdachte“, wie es die Evangelien berichten.
Am Sonntag haben wir uns noch einmal zu einem anderen sehr intensiven Moment versammelt: der Priesterweihe zwei junger kamerunischer Karmeliten, Fr. Martial und Fr. Jean Baptiste. Viele Priester haben mit dem Erzbischof von Yaoundé komzelebriert. Es wurde viel gebetet, aber es gab auch viele Gesänge und eine sehr lebendige Liturgie, an der viele teilnahmen.
Nachmittags war ich bei den Karmelitinnen. In Kamerun haben sie drei Klöster, und in diesem in Yaoundé sind einige italienische Schwestern und andere aus Kamerun. Ich habe einige Stunden mit ihnen verbracht und die Mission in der Zentralafrikanischen Republik vorgestellt, und ich habe ausführlich über den Besuch des Papstes gesprochen. Die Zentralafrikanische Republik ist eines der wenigen Länder, wo es noch keine Klausurschwestern gibt. Aber wir beten und hoffen, dass früher oder später ein solches Kloster von Frauen, die von Gott und von Menschlichkeit erfüllt sind, gegründet wird.
Am Montagmorgen habe ich mich auf den Heimweg gemacht. Ich bin um 6 Uhr aufgebrochen und um 17 Uhr, nach rund 750 Kilometern, in Bouar eingetroffen, wo ich übernachtet und mich am nächsten Morgen wieder auf den Weg gemacht habe. Ich habe die direkte Straße genommen, die es mir gestattet hat, 150 Kilometer einzusparen. Ich hatte ein bisschen Angst, da einige Tage zuvor ein Mitbruder, Pater Anastasio, auf einer Brücke festsaß und der Wagen zu kippen drohte. Gottlob habe ich es geschafft, ohne Probleme durchzukommen, und um 11:30 Uhr bin ich endlich zuhause in Bozoum angekommen.
Hier gehen die Bauarbeiten weiter, und am Donnerstag haben wir das erste der drei Teile des 31 Meter großen Dachträgers angebracht. Hier ein kleines Video: