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Freitag, 24. März 2017

Junge Ordensleute



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un grain...

Junge Ordensleute
 
Montag war ein besonderer Tag: In Bossemptele (90 Km von Bozoum entfernt) haben zwei junge Frauen nach einigen Jahren der Vorbereitung das Noviziat beendet und die ersten Gelübde abgelegt. Sie haben Gott versprochen, in Keuschheit, Armut und Gehorsam zu leben. Es handelt sich um Schwester Reine und Schwester Chiara von der Kongregation der Karmelitinnen von Turin, mit denen wir in Baoro und Bossemptele seit Jahren zusammenarbeiten.
Ich bin um 6 Uhr in Bozoum aufgebrochen und kam nach 8 Uhr in Bossemptele an, wo ich die Schwestern, viele Patres und junge Leute, die aus unseren Gemeinschaften in Bangui, Baoro und Bouar gekommen waren, getroffen habe.
Die Messe, die in der kleinen Pfarrkirche gefeiert wurde, fing um 9 Uhr an und war sehr lebendig: mit Gesängen, Tänzen, Farben. Alles bereitete den großen und schlichten Augenblick vor, in dem diese beiden jungen Frauen ihren ganzen Weg und ihr ganzes Leben Gott anvertrauten.
Am Nachmittag habe ich mich wieder auf den Weg gemacht und fuhr weiter nach Bangui, wo ich am Mittwochmorgen Pater Giustino, unseren Provinzoberen, und Pater Davide, den Vizeprokurator unserer Missionen, willkommen geheißen habe. Sie sind hier zu Besuch, um uns dabei zu helfen, immer besser für das Reich Gottes zu arbeiten.
Donnerstagfrüh haben wir uns auf den Weg nach Baoro gemacht, wo wir gegen Mittag eintrafen, und abends fuhren wir weiter nach Bouar, um uns dort mit den anderen Gemeinschaften zu treffen.











la comunità del Carmelo a Bangui
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Freitag, 17. März 2017

Bozoum - Bouar: Hin und zurück






Bozoum - Bouar: Hin und zurück
 
Samstagfrüh hatten wir circa 50 Lehrer aus Bozoum eingeladen, um uns über den aktuellen Stand des Projektes „Spielend lernen“, das wir seit zwei Jahren zusammen mit unseren Freunden aus Prag von SIRIRI.ORG durchführen, informieren zu lassen. Zu Beginn haben sie in den ersten Grundschulklassen vorbeigeschaut, wo sie sehen konnten, dass die Kinder bereits lesen und schreiben können. Es handelt sich um eine sehr interessante Methode, die die Neugier und das Interesse der Kinder erweckt. In Verbindung mit der Muttersprache, dem Sango, erlaubt sie den Schülern, schnell und viel besser zu lernen als mit den klassischen Methoden, die hier sonst Verwendung finden (indem auswendig gelernt und mit dem Französischen begonnen wird).
Sonntagnachmittag sind wir zusammen mit Ludmila und Fabrice von SIRIRI.ORG nach Bouar aufgebrochen, das 120 Kilometer entfernt liegt. Auch Alberto war mit dabei, der hier in Bozoum gewesen war, um wenigstens für eine Woche unsere Zahnarztpraxis wiederzueröffnen.
In Bouar war ich mit verschiedenen Sitzungen für unsere Delegatur der Unbeschuhten Karmeliten beschäftigt. Wir kamen aus allen unseren Gemeinschaften zusammen, um über unsere Arbeit nachzudenken und zu diskutieren. Der Montag war der Ausbildung unseres jungen Ordensnachwuchses gewidmet. Es waren auch Pater Domenico und Pater Marco bei uns, die am Vortag aus Yaounde in Kamerun gekommen waren. Wir arbeiten mit ihnen in der Ausbildung einiger junger Kameruner zusammen, die in der Zentralafrikanischen Republik im Noviziat  sind bzw. Philosophie studieren, sowie zweier Studenten aus der Zentralafrikanischen Republik, die in Yaoundé Theologie studieren.
Die Arbeit an der Ausbildung ist sehr anspruchsvoll, und wir widmen ihr in den verschiedenen Häusern viel Energie: im Seminar von Yolé, im Noviziat St. Elie (Bouar), im Studentenhaus des Karmels von Bangui.
Am Mittwoch sind wir hingegen mit der Finanzkommission zusammengekommen, in der Obere und Ökonomen uns in der einen oder anderen Weise helfen und es uns ermöglichen, anderen zu helfen. 
Am Nachmittag bin ich nach Bozoum zurückgekehrt, um Pater Marco Gazzoli zu begleiten. Aber am darauffolgenden Tag, Donnerstagnachmittag, bin ich wieder nach Bouar zurückgefahren.
Am Donnerstagnachmittag hatte ich eine Caritassitzung. Der Nationaldirektor Pater Luk war mit zweien seiner Mitarbeiter aus Bangui und drei Personen von der Diözesancaritas von Kaga Bandoro gekommen. Es war eine Gelegenheit, einander kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und sich Fragen darüber zu stellen, was man tun könne bzw. müsse, insbesondere angesichts der Probleme, die durch die Unsicherheit in diesen Gebieten verursacht werden.
Am Freitag bin ich nach Bozoum zurückgekehrt, und wir haben den Weg der Fastenzeit mit dem Kreuzweg fortgesetzt, an dem immer viele Gläubige teilnehmen.



 





Il Convento di St.Elie a Bouar

vetrate di St Elie

Via Crucis a Bozoum


Freitag, 10. März 2017

Fastenzeit, Schulen, Straßen, Waffen und Flüchtlinge…



 
Fastenzeit, Schulen, Straßen, Waffen und Flüchtlinge…
 
Die Fastenzeit entstand ursprünglich vor allem als eine Zeit der intensiven Vorbereitung auf die Taufe. Für die Katechumenen, die an Ostern die Taufe empfangen sollten, wurde eine intensive Zeit der Katechese, des Gebetes und der Buße vorgesehen, durch welche sie sich auf den Empfang des Sakramentes vorbereiten sollten.
In vielen Pfarreien in der ganzen Welt (und vor allem in Missionsländern) gibt es viele Menschen, die mit Freude den Weg der Fastenzeit als Vorbereitung auf die Taufe durchlaufen.
In Bozoum sind es jedes Jahr mehr als hundert Jungen und Mädchen, Jugendliche und Erwachsene, die sich nach einem dreijährigen Katechismusunterricht  darauf vorbereiten, durch die Taufe Christen zu werden. Jeden Sonntag treffen wir uns nach der Feier der Heiligen Messe zu einer Zeit des Nachdenkens und der intensiveren Vorbereitung.
Unterdessen bleibt die Situation im Land besorgniserregend. In der ganzen Präfektur von Ouham Pende (die so groß ist wie Piemont und die Lombardei zusammen und deren Hauptstadt Bozoum ist) steigt die Anspannung: Es gibt Bewegungen bewaffneter Rebellen (RJ, 3R etc.), die vor allem aus muslimischen Mitgliedern bestehen, und die anderen Bewegungen (Antibalaka) gegenüberstehen, die sich aus verzweifelten und skrupellosen Menschen zusammensetzen, die vor allem dem Viehdiebstahl und dem Banditentum frönen.
Samstagfrüh hat eine Gruppe dieser Antibalaka auf ein Auto und einen LKW der Minusca (=der Blauhelme) geschossen, und sie haben Mobiltelefone und einige Waffen gestohlen!
Am Sonntag sah ich auf dem Weg zur Feier der Heiligen Messe um 6:30 Uhr zwei bewaffnete Antibalaka mitten in der Stadt. Ich hielt an und stellte sie zur Rede: „Schämt ihr euch nicht, mit Kalaschnikows bewaffnet herumzulaufen? Ihr benutzt die Waffen zum Rauben und Töten, und ihr tötet das Land!“ Es wurde ein bisschen hin und her diskutiert, und während ich das Auto wieder startete, drohte einer damit, in die Reifen zu schießen! Ich bin umgekehrt und habe ihm gesagt, er solle das wiederholen. Wir haben uns ein bisschen gestritten, und dann bin ich gegangen (so dass in der Zwischenzeit eine muslimische Frau, die vorbeikam, die Gelegenheit hatte, unbemerkt zu verschwinden). Ich habe die Antibalaka ein bisschen provoziert, um den Leuten dabei zu helfen zu verstehen, dass sie keine Kompromisse mit denjenigen akzeptieren können, die alles tun, um das Land zu zerstören…
Dienstag bin ich mit Fabrice und Ludmilla von der Hilfsorganisation SIRIRI aufgebrochen. Das Ziel der Reise bestand darin, die Schulen zu besuchen, deren Lehrer im September an der Weiterbildung teilgenommen hatten, und das Niveau des Unterrichtens nach der Methode „Spielend lernen“ zu überprüfen. Vormittags waren wir in Bocaranga, und nachmittags fuhren wir weiter über Ndim bis nach Ngaundaye. Es war eine Zeit der Besuche, aber auch der Treffen und des Austauschs mit den Missionarinnen und Missionaren, die in diesen Missionsstationen arbeiten.
Am Mittwoch setzten wir die Reise in Richtung Ndim fort, nachdem wir die Schule in Ngaundaye besucht hatten. Hier sind im Noviziat der Kapuzinerpatres 70 geflüchtete Fulani untergekommen, die von der Antibalaka bedroht worden waren. Trotz der Traurigkeit über diese Situation ist es rührend, die Kinder zu sehen, die mit den Novizen spielen, die Mütter, die sich um die Kleinen kümmern, die alten Leute, die diskutieren oder Texte für die Koranschule auf Holztafeln schreiben. Als wir wieder durch Bocaranga kamen, veranstalteten wir ein Treffen mit ca. 60 Lehrern aus der Stadt: In diesem Augenblick der Anspannung möchten wir ihnen mit einem kleinen monatlichen Beitrag dabei helfen, dort zu bleiben und zu unterrichten.
Wir sind gegen 16 Uhr wieder aufgebrochen und kamen um 19 Uhr in Bozoum an, aber wir haben entlang der Straße weniger Bewaffnete wahrgenommen.
Und schließlich stand Bozoum am 8. März anlässlich des Internationalen Tages der Frau mit einem Video im Rampenlicht, das von Caritas Internationalis produziert worden war und das ein Interview mit Suzanne, der Mutter von Hyppolite, zeigt, die den Wettbewerb der Gemüsegärten 2017 gewonnen hat: http://iwd2017.caritas.org/the-mother/
pesca a Bozoum


Antibalaka alla barriera di Bocaranga


I Peuls sfollati nel noviziato dei Cappuccini a Ndim
les Peuls déplacés dans le noviciat des Capucins à Ndim



Aggiungi didascalia

école de Ngaundaye

Ndim



KONDO: la gallina
KONDO: le poulet



Freitag, 3. März 2017

Fastenzeit


Fastenzeit
 
Die vergangene Woche war von dem Besuch des Erzbischofs von Bangui, Kardinal Dieudonné Nzapalainga, geprägt.
Hier ein kurzes Video vom Besuch des Kardinals in Bozoum und Bocaranga:
Am Sonntag nach der Messe haben rund 40 Pfadfinder vor der Pfarrgemeinde ihr Gelöbnis abgelegt. Es war ein intensiver Moment, in dem Mädchen und Jungen versprochen haben, gemäß des Pfadfindergeistes  in Achtung vor Gott und dem Nächsten zu leben.
Am Mittwoch hat die Fastenzeit begonnen: eine lange Zeit (40 Tage) der „Ernsthaftigkeit“. Es ist eine Rückkehr dazu, das eigene Leben als Christen ernst zu nehmen und der Einladung des Wortes Gottes Folge zu leisten, das uns beständig dazu aufruft, zu Ihm zurückzukehren. Ein langer Weg, der durch drei große Etappen hindurchführt: die Nächstenliebe, das Gebet und das Fasten: Liebe, die handelt, Liebe, die sich Zeit für Gott nimmt, Liebe, die Opfer zu bringen weiß.
Am Mittwochmorgen sind wir auf einen Hügel gestiegen, der Bozoum überragt, den Berg Binon. Hier haben wir die Messe gefeiert, in der wir das Aschekreuz empfangen haben. Viele Menschen waren gekommen, die danach noch einen großen Teil des Tages in Schweigen und Gebet verbracht haben.
Donnerstagfrüh habe ich mich auf den Weg nach Bangui gemacht, und nach einigen Sitzungen bin ich am nächsten Tag, Freitag, zusammen mit Fabrice Martin und Ludmila Böhmova von der Hilfsorganisation SIRIRI.ORG  zurückgekehrt. Mit ihnen arbeiten wir seit Jahren an verschiedenen Projekten zusammen.
Wir haben mit ihnen einen Zwischenhalt in Bossemptelé eingelegt, wo wir die Schule besucht haben, die der Methode folgt, die sie mit dem Projekt “Spielend lernen” eingeführt haben.
Bei meiner Rückkehr nach Bozoum habe ich einige Hilfsorganisationen getroffen, die gerade damit fertig waren, die notwendigsten Hilfsgüter (Decken, Hygieneartikel und Kochgeschirre) an die mehr als 200 aus Bocaranga geflüchteten Familien zu verteilen, die in Bozoum Zuflucht gesucht haben…
 
Promesse Scout


Salendo sul Mt Binon
en montant sur le Mont Binon





Fabrice e Ludmila (SIRIRI.ORG) a Bossemptele




Freitag, 24. Februar 2017

Ein Kardinal auf Tournée...





Ein Kardinal auf Tournée
 
Hier also die Überraschung von vergangener Woche: der Besuch des Kardinals, des Erzbischofs von Bangui, Dieudonné Nzapalainga!
Nachdem er Kardinal geworden war, hatte er versprochen, alle Diözesen des Landes zu besuchen, und er hat ausgerechnet in unserer, der Diözese von Bouar, begonnen.
Mittwochmorgen war er von der Hauptstadt Bangui aufgebrochen, und nach einem Aufenthalt in der Pfarrei und dem Krankenhaus von Bossemptelé ist er gegen 17 Uhr endlich in Bozoum eingetroffen. Viele Leute waren gekommen, um ihn direkt an der Straße, die zur Missionsstation führt, willkommen zu heißen. Wir haben ihn unter Gesängen und Freudenschreien (und einigem Gedrängel) bis zur Kirche begleitet, wo er beten und einen ersten Gruß an die Leute richten konnte.
Die Menschen waren mehr als begeistert, auch weil er die einzige Persönlichkeit von Bedeutung und der einzige Ansprechpartner des Landes ist.
Donnerstagmorgen gab es ein intensives Programm, das es ihm ermöglichte, die verschiedenen Wirklichkeiten der Pfarrei kennenzulernen, und dann zur nächsten Etappe aufzubrechen.
Um 6:30 Uhr war die Messe. Trotz der frühen Stunde war die Kirche brechend voll. Es war eine schöne Feier, mit Tänzen, Gesängen, Gebeten, dem Wort Gottes, das wir hörten, und dem, was der Kardinal zu uns sprach: einer Einladung, uns Gott immer anzuvertrauen, in der Treue zu Seiner Liebe und der Liebe zu allen unseren Brüdern ohne Unterschied zu wachsen und weit zu schauen, um mit Ernsthaftigkeit die Zukunft des Landes aufzubauen.
Nach der Messe habe ich ihn zum Lyzeum begleitet, wo Lehrer und Schüler ihn freudig willkommen hießen und aufmerksam seiner Botschaft zuhörten, die vom Vertrauen in die Jugend, der Verantwortung aller für den Aufbau einer ernsthaften und hoffnungsvollen Zukunft handelte, die von ehrlicher Arbeit und ernstem Studium ausgeht. Wir haben mit ihm den Grundschulen einen kurzen Besuch abgestattet, und dann traf ihn der Pfarrgemeinderat, um ihm die Wirklichkeit der Pfarrei vorzustellen und seine Ratschläge und Ermutigungen anzuhören. Am Ende trafen wir uns mit den Antibalaka, den Rebellen, die Angst und Sorge säen. Sie hörten ihm aufmerksam zu, auch wenn er streng war.
Nachdem wir die Schwestern begrüßt hatten, sind wir in Richtung Bocaranga aufgebrochen, einer 125 Kilometer entfernt gelegenen Stadt, die am 2. Februar von einigen Dutzend Peul angegriffen wurde, die 21 Menschen getötet, den Markt und viele Geschäfte niedergebrannt und vier lange Stunden lang Angst und Schrecken verbreitet haben. Die Menschen sind geflohen (einige von ihnen sind sogar in Bozoum eingetroffen). Und alles das trotz eines Kontingents der Blauhelme, das nicht eingeschritten ist und alles geschehen ließ…
Entlang der Straße wurde der Kardinal in vielen Dörfern erwartet. Ich bin sofort losgefahren, um vorneweg zu fahren und schon in den Dörfern Bescheid zu geben und eventuelle Sicherheitsprobleme zu eruieren.
Wir haben in Tolle angehalten, einem Ort, der 60 Kilometer von Bozoum entfernt gelegen ist. Dort begrüßte der Kardinal die Leute und betete mit ihnen zusammen. Ich bin derweil weitergefahren und um 15 Uhr bin ich in Bocaranga eingetroffen. Dort erwarteten sehr viele Leute den Kardinal. Es war praktisch der erste feierliche und frohe Moment für die Bewohner der Stadt und die Tausenden Flüchtlinge. Der Empfang war triumphal, und in einem wahren Freudenfest aus Gesängen, Geschrei und Staub begleiteten wir ihn in die Kirche. Nachdem wir uns ein bisschen ausgeruht hatten, sind wir mit den Missionarinnen und Missionaren aus Bocaranga sowie aus den Missionsstationen von Ndim und Ngaundaye zusammengekommen. Es war ein sehr intensiver Augenblick, in dem der Kardinal die ganze Dankbarkeit der Kirche und der Menschen für diese treue Anwesenheit trotz aller Gefahren und des Krieges zum Ausdruck gebracht hat. Es waren junge Schwestern und alte Patres dabei, von denen einige seit 1960 in der Zentralafrikanischen Republik sind!
Freitagfrüh haben wir um 6:30 Uhr die Messe begonnen, die auch hier sehr feierlich war. Die Kirche war voll, und viele fanden nur draußen einen Platz!
Nach der Messe gab es eine Begegnung mit Lehrern und Schülern, dann eine weitere mit den Bewohnern von Bocaranga, um mit einem Treffen mit den Antibalaka zu schließen. Auch hier, ebenso wie in Bozoum, empfahl der Kardinal, Weitblick zu entwickeln, Wege des Friedens, der Versöhnung, des  Aufbaus einzuschlagen, nicht der Zerstörung und des Tötens…
Gegen 11:30 machte sich der Kardinal auf den Weg nach Bouar, während ich noch für einige Sitzungen mit der Pfarrcaritas und mit einigen Agrarkooperativen geblieben bin und auch, um zu sehen, wie man der Stadt und den Tausenden Flüchtlingen, die hier Zuflucht gesucht haben, helfen kann. Die Nöte sind enorm!
Es ist traurig mitanzusehen, wie der Staat große Teile des Landes komplett vernachlässigt. Hier scheint die Regierung nur Rechte zu haben, keine Pflichten: die Straßen sind grauenhaft, die Schulen und Krankenhäuser  bleiben dem guten Willen der Pfarreien, der Hilfswerke und der hilfsbereiten Menschen überlassen, die Ordnungshüter sind abwesend und machtlos…
Und dies alles steht neben der großen UNO-Mission, die trotz eines beeindruckenden Aufwandes an Personen und Mitteln, keinen wirklichen Willen hat, Frieden zu schaffen.




Bozoum, Lycée St Augustin


Bozoum, école Bakanjia


Bozoum, école Maternelle


Tolle

Un antibalaka... armato e non disturbato da nessuno!
Un antibalaka, armé...

Bocaranga, riunione con i religiosi e le religiose


Bocaranga, riunione con gli antibalaka