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Mittwoch, 18. April 2018

Flüge, Firmungen und Bücher



Flüge, Firmungen und Bücher

Vor Weinachten hatte ich mich um Issac gekümmert, einen armen Blinden, der einen Unfall erlitten hatte. Das Internationale Rote Kreuz hatte ihn im Flugzeug nach Bangui gebracht, um ihn zu operieren und zu behandeln. Diese Woche ist er endlich nach Bozoum zurückgelehrt. Er war in gutem Zustand und sehr fröhlich!

Diese Woche war tief von den Firmungen geprägt: Es ist das Sakrament, bei dem die Mädchen und Jungen, die Jugendlichen und Erwachsenen die Gabe des Heiligen Geistes empfangen, der das bekräftigt, was man in der Taufe empfangen hat. Es ist ein bisschen das Sakrament der christlichen Reife, das aus ihnen lebendige Zeugen Gottes macht.

Wir haben die Firmung in Bozoum, aber auch in den Dörfern Bokaya, Boyele und Manga, die an den Straßen nach Bouar, Paoua und Bocaranga gelegen sind, gefeiert. Aus diesem Anlass ist Bischof Mirek Gucwa von Bouar gekommen. Am Samstag hat er in Bokaya zelebriert, am Sonntag in Bozoum, am Montagvormittag in Manga und am Montagnachmittag in Boyele. Es war eine Gelegenheit, ihm zu begegnen, und das auch für die Jugendlichen und die Schüler unserer Schulen, mit denen sich der Bischof am Dienstagmorgen getroffen hat, bevor er aufgebrochen ist.

Und die beiden Überraschungen? Hier sind sie:

  1. In den kommenden Wochen erscheint in italienischer Sprache das Buch: „Nur Mut! Man muss kämpfen, damit Gott den Sieg gewährt“. In dem Buch ist alles gesammelt, was ich von Anfang an bis Ende 2017 wöchentlich in diesem Blog geschrieben habe. Dank der Freundschaft und der Großzügigkeit so vieler Freunde und unserer Missionsprokura in Arenzano wird das Buch in einigen Tagen erhältlich sein.
  2. Die zweite Überraschung ist, dass ich Ende der Woche für einige Wochen nach Italien fahre und dort bis zum 29. Mai bleiben werde.

Isaac






Visita del Vescovo nel Lycée St.Augustin
Visite de l'Eveque au Lycée St.Augustin



Lettura davanti al Vescovo nella nostra scuola Bakandja
Un peu de lecture devant l'Eveque à l'école Bakandja






Freitag, 13. April 2018

WEISSER SONNTAG



Il Consiglio Presbiterale
le Conseil Presbyteral



WEISSER SONNTAG

Letzten Freitag war ich in Bouar, und am Tag nach der Fortbildung für die Caritas der Pfarreien habe ich zusammen mit einem Dutzend Priester am Priesterrat teilgenommen, der sich ringsum den Bischof versammelt.

Der Priesterrat setzt sich aus einigen Priestern der Diözese zusammen. Ein Teil wird vom Bischof ausgewählt, der andere Teil wird von allen Priestern gewählt. Es war eine Sitzung, bei der man diskutiert und dem Bischof dabei hilft, Entscheidungen zu fällen, indem man frei seine eigene Meinung sagt und ihn berät. Am Nachmittag bin ich nach Bozoum zurückgekehrt, und am Sonntag bin ich allen wiederbegegnet, die an Ostern getauft worden waren und die wieder ihre weißen Kleider trugen. Im Altertum wurde dieser Sonntag „Weißer Sonntag“ genannt, eben weil die Neugetauften nach einer Woche der Katechese und der Unterweisung noch einmal in ihren weißen Taufkleidern an der Messe teilgenommen haben.

Am Dienstagnachmittag bin ich am Reisanbauzentrum von Bohoro vorbeigefahren, wo wir mit den Instandsetzungsarbeiten am Staubecken begonnen haben. Während die Maurer die Teile reparieren, die aus Zement bestehen, reinigen ca. 30 Jugendliche mit Schaufeln und Schubkarre bewaffnet den Grund des Sees, der auf diese Weise mehr Wasser fassen kann.
Am Mittwoch bin ich nach Bangui gefahren, um die Gemeinschaft dort zu treffen und die Arbeiten an der Landwirtschaftsschule anzusehen. Die zwei Gebäude sind schon weit fortgeschritten, und bald können wir uns an das Dach machen. Die neue Technik der aus gepresster Erde hergestellten Ziegel erweist sich als sehr interessant, und die Bauten sind, ästhetisch gesehen, sehr schön.
Und für die nächste Woche kündige ich schon zwei Überraschungen an…

i battezzati
les baptisés


i lavori al Centre Rizicole
les travaux au Centre rizicole



la Scuola d'Agricoltura a Bangui
L'école d'agriculture à Bangui




Freitag, 6. April 2018

Ostern 2018






Ostern 2018

Und Schritt für Schritt haben wir nun endlich Ostern erreicht.
Der Karsamstag ist ein Tag der Stille und der Erwartung. Am Abend haben wir uns um 18:30 Uhr auf dem Kirchplatz rings um ein schönes Feuer versammelt. Es ist dunkel, und das Feuer ist das Symbol des auferstandenen Christus. Am Feuer haben wir die Osterkerze entzündet und sind in die Kirche eingezogen. Nach und nach wurden die Kerzen angezündet, und es brach der Gesang des Exsultet los, der die Auferstehung Christi verkündet.
Wir hörten dann die zahlreichen Lesungen: Durch die Jahrhunderte hindurch hat Gott den Menschen auf die Gnade des Auferstandenen vorbereitet. Und schließlich war der Augenblick gekommen, in dem 85 Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Taufe empfangen haben. Es war ein sehr intensiver Augenblick, fast wie eine Geburt, bei der Mutter Kirche diese neuen Söhne und Töchter hervorbringt und aufnimmt. Die Freude war riesig. Die Kirche platzte aus den Nähten, und auch der Platz draußen war brechend voll. Und während der Gesänge tanzten alle vor Freude. Ich sah unter den Leuten auch Virginie, eine alte Dame, die gerade einen leichten Schlaganfall erlitten hatte. Auch sie war im Tanz ganz entfesselt.
Wir schlossen die Liturgie nach 22 Uhr ab, und nach und nach gingen die Neugetauften zusammen mit den anderen Gläubigen herab in die Stadt, und die Stadt wurde erfüllt von Gesängen, die die ganze Nacht und den folgenden Tag andauerten!
Am Morgen des Ostersonntags zeigten sich die Getauften in ihrem ganzen Glanz mit ihrem weißen Kleid. Wir feierten die Messe in einer Kirche, die von Gesängen und Tänzen widerhallte. Wir feierten auch die Trauung eines Paars, von Guy Giscard und Raissa Irène.
Nach der Messe gingen die Getauften in bunte Stoffe gehüllt nach Hause und wurden von Freunden und Verwandten begleitet.
Zum Mittagessen versammelten wir uns bei den Schwestern, auch weil wir Schwester Lydie verabschiedet haben, die nach fast drei Jahren aufgrund gesundheitlicher Probleme in den Kongo zurückkehrt.
Die ganze Woche, die Osteroktav, lang, herrscht festliche Stimmung. Die Neugetauften kommen jeden Tag zur Messe.
Am Donnerstag bin ich nach Bouar gefahren, wo wir einen Schulungstag für die Caritas der Pfarreien von Bouar (Fatima, Wantigera und der Kathedralpfarrei) und derer von Baoro, Baboua, Niem und Bohong veranstaltet haben. Wir waren rund zehn Pfarrer und Schwestern sowie um die dreißig Laien, die sich in den verschiedenen Gemeinden der Diözese für die Ärmsten einsetzen, um „die Hände des Herzens der Kirche zu sein“, wie es Paul VI sagte. 

P.Enrico battezza


Pasqua, i nuovi battezzati.


Matrimonio
Mariage







Saluto a Sr Lydie (a sinistra)
Au revoir, Sr Lydie (à gauche)


Formazione Caritas


Freitag, 30. März 2018

Ostern entgegen



 
Ostern entgegen
Mit der Feier des Palmsonntags hat der Weg auf Ostern zu an Geschwindigkeit zugenommen. Am Dienstagmorgen haben sich die Jungen und Mädchen, die Jugendlichen und Erwachsenen, die die Taufe empfangen werden, zu einem Moment des Gebetes und der Besinnung versammelt, der von Pater Matteo geleitet wurde.
Am Vormittag haben wir den Schülern unseres Gymnasiums die Zeugnisse ausgehändigt, und am Nachmittag bin ich nach Bouar gefahren. Ich habe aber im Reisanbauzentrum von Bozoum angehalten, wo wir dank der Fastenaktion der Diözese von Cuneo mit den Instandhaltungsarbeiten am Staubecken begonnen haben. Das Becken gibt in der Trockenzeit Wasser, wodurch zwei Ernten im Jahr ermöglicht werden. Aber an einigen Stellen hat das Wasser das Becken ausgehöhlt und läuft aus, so dass die Speichermenge vermindert und die ganze Reispflanzung gefährdet ist. Fürs erste haben die Bauern der Genossenschaft den künstlichen See ausgeleert und haben damit begonnen, die Stellen, die repariert werden müssen, freizulegen.
In Bouar haben wir am Mittwochmorgen die Chrisammesse gefeiert. Dies ist eine ganz besondere Messe, während derer die Priester ihre Versprechen und ihren Einsatz im Dienst der Kirche erneuern und der Bischof das Öl weiht, das für die Krankensalbung und die Katechumenen und das Chrisam, das für die Taufe, die Firmung und die Priesterweihe verwendet wird. Wir waren ungefähr 40 Priester aus der ganzen Diözese, die mit dem neuen Bischof konzelebriert haben.
Am Nachmittag bin ich nach Bozoum zurückgekehrt. Ich habe im Dorf Bokaya einen Zwischenstopp eingelegt und habe Baba Michel, den alten Katecheten, begrüßt. Ich glaube, er ist fast neunzig Jahre alt! Er war von einer Schar Enkelkinder umringt, auf die er sehr stolz ist!
Mit dem Gründonnerstag beginnt das Ostertriduum. Der Gründonnerstag ist der Tag, an dem wir die Einsetzung der Eucharistie und des Priestertums und die Fußwaschung, mit der uns Jesus das Liebesgebot gegeben hat, feiern. Am Karfreitag begehen wir das Gedächtnis des Leidens und Sterbens Jesu. Und Samstagnacht feiern wir die Auferstehung Jesu, und mit ihr die Taufen.
Also allen frohe Ostern!

Domenica delle Palme
Dimanche des Rameaux



la diga di Bohoro
le barrage du Centre Rizicole de Bohoro









Baba Michel di Bokaya


l'Altare della Deposizione